• Elmedin Trnovac

Neues, unangekündigtes Exchange Online Feature erlaubt das Senden von mehreren E-Mail-Adressen

Postfächer in Exchange Online können mehrere SMTP-Proxyadressen (auch als Aliase bekannt) besitzen. Eine dieser Adressen, welche auch "primäre SMTP-Adresse" genannt wird, wird auf ausgehende E-Mails "gestempelt". Bis Mitte dieses Jahres waren Benutzer nicht in der Lage ihre nicht primären SMTP-Adressen für das Versenden von Mails zu verwenden. Doch wieso sollte man das überhaupt wollen? Nun ja, wenn man beispielsweise geheiratet hat, kann es durchaus passieren, dass man die "alte" E-Mail-Adresse mit dem bisherigen Namen, für den Empfang von Nachrichten verwenden möchte, bis man alle relevanten Kontakte über den Namenswechsel informiert hat. Zwischenzeitlich kann man dennoch die neue E-Mail-Adresse für den Versand verwenden, bis die Namensumstellung in Microsoft 365, usw. komplett durchgeführt wurde.


1. Powershell als Administrator ausführen und die beiden befehle "Set-ExecutionPolicy RemoteSigned" und "Connect ExchangeOnline" ausführen. Es sollte die Anmeldemaske von Microsoft erscheinen, in der man dann die Daten des M365-Adminkontos eingeben muss:


2. Nun ist man mit dem Exchange Online des jeweiligen Mandanten verbunden und kann Exchange-Befehle ausführen. Die Proxy-Adressen eines Postfachs können mit Hilfe der CMDLET "Get-ExoMailbox" wie folgt angezeigt werden. Die Anzahl an Proxyadressen kann von Postfach zu Postfach variieren. Da wo SMTP: großgeschrieben ist, befindet sich die Primäre E-Mail-Adresse, während Aliase / Proxyadressen nach einem kleingeschriebenen smtp: aufgelistet werden. Die Einträge für SIP und SPO können hierbei ignoriert werden, da sie mit Sharepoint Online und IM Diensten zu tun haben:





3. Wenn man nun das Senden von Alias-Adressen erlauben möchte, muss man nur noch den folgenden Befehl eingeben:

 "Set-OrganizationConfig -SendFromAliasEnabled $True" 

Dadurch wird die Exchange Online Konfiguration aktualisiert und das Senden von Proxy-Adressen organisationsweit erlaubt.


4. In Outlook und OWA sollte man nun sämtliche Proxyadressen als Versandadresse auswählen können. Falls der Reiter "Von" in Outlook nicht angezeigt wird, kann dieser über das Optionsmenü in Outlook aktiviert werden:

Beim Empfänger der Mail sollte auch die Adresse als Sender-Adresse angezeigt werden.


Wichtig: Wenn die Proxyadressen nicht mit der gleichen Domain enden, müssen die SPF und DMARC-Records entsprechend angepasst werden, weil andere Domains die empfangenen Mails sonst als Spam einstufen könnten.








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